![]()
Kyudo
(Kyu = Bogen, Do = Weg) ist eine der klassischen japanischen Kampfkünste,
die sich aus den Waffentechniken der Samurai entwickelt haben.
Die Ausbildung der Samurai umfasste jedoch weiterhin alle traditionellen Kampfkünste und so blieben die Einsichten, die über Jahrhunderte im Kyûjutsu auf dem Schlachtfeld gewonnen worden waren, erhalten. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wurde das Kyûjutsu als erste Kriegskunst zu einem Übungsweg der Samurai. |
Um 1660
wurde dann der Begriff Kyudo geprägt, der heute allgemein verwendet
wird. Im Laufe der Zeit wurde Kyûjutsu bzw. Kyudo vor dem Hintergrund
verschiedener weltanschaulicher Strömungen (Shintô, Zen,
Neokonfuzianismus) interpretiert und von ihnen beeinflußt. Verschiedene
Stilrichtungen haben sich so entwickelt, die sich in unterschiedlichen
Schulen (Ryû) mit eigener Schießtechnik bis heute erhalten
haben. Über
acht genau festgelegte Bewegungsphasen müssen Körperhaltung
und −spannung präzise koordiniert werden. Diese Bewegungsabläufe
zu beherrschen und zu verfeinern ist das Ziel des Übens. Objektives
Kriterium dafür ist das "Treffen durch eine korrekte Schießtechnik".
Wettkämpfe und Graduierungen dienen dabei der Überprüfung
des erreichten Niveaus. |
![]()
|
|